Programm

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Konzerte 2021

Das Programm dreht sich in diesem Jahr rund um das Thema „Freiheit":

Programm:

Franz Krommer: Oktett Partita op. 79, Es-Dur
Mátyás Seiber: Serenade für Bläsersextett
Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade KV 375, Es-Dur

Dass klassische Musik alles andere als langweilig und verstaubt ist zeigen die 9 Musiker der Charlottenburger Bläsersolisten mit einem spannenden Programm aus großartiger Bläserkammermusik. Technische Perfektion und großer Spaß am Musikmachen gehören bei diesem Ensemble stets dazu und so sind Konzerte mit den Charlottenburger Bläsersolisten immer einer Garant für inspirierende und begeisternde Konzerte.

Das Eröffnungskonzert beleuchtet das Thema des diesjährigen Festivals „Freiheit“ zuerst aus der ganz persönlichen Perspektive eines Komponisten: Mátyás Seiber war einer der Komponisten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts geographisch wie musikalisch die Freiheit in einer neuen Welt gesucht und gefunden haben. In Ungarn geboren, studierte er dort um danach in New York City den Jazz kennenzulernen, den er immer wieder in seine Musik einarbeitete. Später führte ihn sein Weg nach Deutschland, wo er in Frankfurt arbeitete, bis er als jüdischer Jazzmusiker die Unfreiheit des nationalsozialistischen Systems zu spüren bekam und nach Großbritannien emigrierte. Seine Musik bewegt sich sehr frei und oft improvisatorisch zwischen Jazz und Klassik.

Als weiteres Werk wird mit der Es-Dur Serenade KV 375 von Wolfgang Amadeus Mozart ein Werk erklingen, das ganz im Sinne der aufklärerischen Ideale versucht „das Schöne, das Gute und vor allem das Menschliche“ in ebenmäßiger und formvollendeter Weise zum Klingen zu bringen.

Beginn: 19:30 Uhr – Ökonomiegebäude, Schloss Blumenthal

Programm:

Ludwig van Beethoven: Trio op. 11, B-Dur, „Gassenhauer-Trio“
Olivier Messiaen: Quatour pour la fin du temps

Echte Weltstars finden sich zum Kammerkonzert am Freitag Abend in Blumenthal ein. Maximilian Hornung, Sarah Christian, Markus Bellheim und Georg Arzberger entführen in die unheimlich fantasievolle und klangfarbige Welt von Olivier Messiaen mit dessen Quartett zum Ende der Zeit.
Die allergrößte Freiheit, der größte denkbare Frieden, nämlich die Erlösung durch die Apokalypse ist die große Vision Olivier Messiaens in besagtem Quartett. Tief in seinem Glauben verwurzelt schuf der wegweisende Komponist des 20. Jahrhunderts ein visionäres Werk, das in einer alles andern als freien und friedlichen Umgebung entstanden ist: Nicht nur die Komposition, sondern auch die Uraufführung fand im Kriegsgefangenenlager der deutschen Wehrmacht in Görlitz statt, wo Messiaen inhaftiert war.

Mit Beethovens „Gassenhauer-Trio“ steht ein weiteres berühmtes Werk auf dem Programm.

Markus Bellheim – Klavier

Sarah Christian – Violine

Maximilian Hornung – Violoncello

Georg Arzberger – Klarinette

Beginn: 19:30 Uhr – Ökonomiegebäude, Schloss Blumenthal

Programm:

Ingrid Hausl: Dum-TschikiTi

Mit dem Programm „Dum-Tschiki-Ti“ der Musikvermittlerin Ingrid Hausl und dem Fagott Trio „Fagotti parlandi“ (Raphael Sirch, Johannes Stefaniak, Marco Scidá) kommt ein preisgekröntes Konzert auf die Bühne, das 2016 eines der fünf Siegerprojekte der Ausschreibung „Musikprogramme für Kinder“ des Festivals „Styriarte – Die steirischen Festspiele“ war. Das Besondere daran ist, dass weder Musik- noch Deutschkenntnisse nötig sind und die Musiker alle Zuhörer von klein bis groß mitnehmen in die phantasievolle Welt der Musik – raus aus dem Alltagstrott und das ganz ohne Worte. Nur mit Klang und Klangsprachen begeben sich das Publikum und die Darsteller gemeinsam auf die Reise – stets den Gefühlen auf der Spur! Geeignet für Kinder und Erwachsene ab 5 Jahren.

Anschließend gibt es ein Brunch mit Produkten der Blumenthaler SOLAWI und bayerische Blasmusik im Biergarten.

Beginn: 11:00 Uhr – Ökonomiegebäude, Schloss Blumenthal

HINWEIS: Das Konzert findet bei gutem Wetter Open Air statt.

Hans Well ist seit Jahrzenten eine Instanz im Musikkabarett und tritt inzwischen mit seinen Kindern als Hans Well und die Wellbappn auf.

Wie schon seinerzeit mit den Biermösl Blosn beschäftigt sich Hans Well auch zusammen mit seinen Kindern in genialer und bissiger Weise immer noch mit brandaktuellen Themen unserer Zeit, die sich derzeit ja auch viel um Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit drehen. Hans Well und die Wellbappn nehmen kein Blatt vor den Mund und bringen in musikalisch virtuoser Weise Ungerechtigkeiten zur Sprache.

Beginn: 19:30 Uhr – Ökonomiegebäude, Schloss Blumenthal

Im Wandelkonzert wird Musik an verschiedenen Orten der wunderschönen Schlossanlage in Blumenthal erklingen. Es sind Musiker zu hören, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, aber auch Kammermusikensembles des Festspielorchesters „Camerata Vitilo“. Abwechslungsreich und voller Überraschungen wirft dieses Konzert sicher auch den einen oder anderen Blick über den Tellerrand der Klassik hinaus. Eine Perfekte Einstimmung für das Abschlusskonzert am Abend!

Beginn: 15:00 Uhr – Treffpunkt vor der Kirche, Schloss Blumenthal

Sarah Christian – Konzertmeisterin/Leitung
Georg Arzberger – Klarinette
Camerata Vitilo

Programm

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 op. 55, Es-Dur „Eroica

Johann Stamitz: Klarinettenkonzert B-Dur

Die Krönung des Festivals findet mit dem großen Abschlusskonzert statt. Die Musiker des Festspielorchesters „Camerata Vitilo“ kommen aus den weltbesten Orchestern zusammen und werden unter der Leitung ihrer Konzertmeisterin Sarah Christian mit viel Verve und Können Beethovens geniale und wegweisende Symphonie Nr. 3, die sogenannte „Eroica“ sowie das Klarinettenkonzert von Johann Stamitz mit dem Solisten Georg Arzberger zu Gehör bringen.

Mit Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie, der sogenannten „Eroica“ steht das aufklärerische Werk schlechthin auf dem Programm, das vor dem Hintergrund der französischen Revolution entstanden ist. Bis heute ist es im sinfonischen Bereich nicht nur ein Meilenstein, sondern der Maßstab für alle danach entstandene Musik.

Ihren Ursprung fand die Musik der klassischen Epoche in Mannheim im „empfindsamen Stil“, der sich rund um das Mannheimer Orchester etablierte. Dessen Leiter und einer der maßgeblichen Ideengeber war Johann Stamitz, dessen Klarinettenkonzert auch in diesem Konzert erklingen wird.

Beginn: 19:30 Uhr – Ökonomiegebäude, Schloss Blumenthal

Location

Blumenthal verfügt nicht über den klassischen Konzertsaal, aber über einen äußerst charmanten Platz im Ökonomiegebäude. Der Raum fasst mehrere hundert Zuhörer, er ist akustisch wunderbar und eine einzigartige Location, die man in dieser Form wohl kaum findet und so jedes Konzert zu einem besonderen Erlebnis macht.

Schlossgelände

Schloss Blumenthal hat auch eine wunderschöne Außenanlage, die ebenfalls Teil des Festivals wird. Bei schönem Wetter findet hier das Wandelkonzert statt, bei dem Musiker und Publikum an verschiedenen Orten zusammenkommen, um unter freiem Himmel Musik zu erleben.

Biergarten

Herrlich gelegen, unter großen Kastanien, lädt auch der Biergarten zum Musikhören und gleichzeitig Schlemmen ein. Bio-Bier aus der eigenen Brauerei und viele leckere Bio-Schmankerl sorgen für das leibliche Wohl.

Programm

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Georg Arzberger

Georg Arzberger ist einer der profiliertesten Klarinettisten unseres Landes und ist seit dem Sommersemester 2019 Professor für Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater München. Zuvor war er seit 2017 in gleicher Funktion an der Hochschule für Musik Karlsruhe tätig. Von 2006 bis 2017 war er im Orchester der Deutschen Oper Berlin beschäftigt und spielt bis heute regelmäßig als Gast in führenden Orchestern, wie etwa der Semperoper Dresden, den Hamburger Philharmonikern, dem Symphonieorchester des SWR und dem Deutschen Symphonieorchester Berlin. Ein weiterer wichtiger Teil seiner Tätigkeit war schon immer die Kammermusik, nicht nur als Musiker, sondern auch als Organisator: Über viele Jahre betreute er die Kammermusik an der Deutschen Oper und ist auch mitverantwortlich für eine eigene Konzertreihe in Aichach/Bayern.

Georg Arzberger wurde 1981 in Aichach geboren und war bereits zu seiner Schul- und Wehrdienstzeit Jungstudent bei Prof. Harald Harrer am Leopold Mozart Konservatorium bzw. der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg, bevor er 2001 sein Studium bei Prof. Martin Spangenberg an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar aufnahm.

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Charlottenburger Bläsersolisten

Spaß und Freude an der Musik stehen für die Musiker der Charlottenburger Bläsersolisten ganz im Vordergrund, allerdings nie ohne den Anspruch zu verlieren, diese stets auf interpretatorisch und technisch höchstem Niveau darzubieten. So gründete sich dieses Ensemble 2014 aus Musikern bedeutender Berliner und Potsdamer Orchester um in erfrischender, dynamischer Weise gemeinsam gute Musik zu machen und dies auch dem Publikum so zu vermitteln. Dieses Ensemble ist der beste Beweis dafür, dass klassische Musik alles andere als altbacken und verstaubt ist! Es besticht nebst seiner künstlerischen Klasse vor allem durch Spielfreude und Witz, mit denen die Musiker sich dem Repertoire für große Holzbläserensembles widmen.

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Ingrid Hausl

Ingrid Hausl hat sich als ausgebildete Musikvermittlerin einen ausgezeichneten Ruf nicht nur in ihrer Heimat Augsburg erarbeitet. Ihre kreativen Projekte wurden mehrfach prämiert und begeistern stets aufs Neue mit Witz, Phantasie und großer Unterhaltungskunst.

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Hans Well und die Wellbappn

Hans Well und die Wellbappn gehören zu den wichtigen Stimmen des Musikkabaretts in ganz Deutschland. Nach dem Ende der legendären Biermösl Blosn hat Hans Well mit seinen Kindern nicht weniger geniale Partner gefunden und so beleuchten sie als Wellbappn seit nunmehr mehreren Jahren diverse Missstände und Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft.

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Markus Bellheim

Der Pianist Markus Bellheim konzertiert regelmäßig bei wichtigen Festivals und als Solist mit renommierten Orchestern, wie z.B. dem SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Malmö Sinfonieorchester. Sein breites Repertoire reicht von Bach bis ins die neueste Musik hinein und er genießt höchstes Ansehen für seine Messiaen Interpretationen, nicht zuletzt durch seine Auszeichnung beim internationalen Messiaen Wettbewerb 2000 in Paris. Nach Stationen an den Musikhochschulen in Mannheim und Würzburg lehrt Markus Bellheim seit 2011 als Professor an der Hochschule für Musik und Theater in München.
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Sarah Christian

Sarah Christian ist eine äußerst vielseitige Geigerin: Sie ist Konzertmeisterin bei der Kammerphilharmonie Bremen, einem der spannendsten und besten Klangkörper Europas, sie ist aber auch vielgefragte Kammermusikpartnerin und steht mit bekannten Musikerpersönlichkeiten auf der Bühne. Auch als Solistin pflegt sie eine große Karriere und wurde bei mehreren internationalen Wettbewerben, unter anderem beim ARD Musikwettbewerb mit Preisen ausgezeichnet. Sarah Christian ist seit 2019 Professorin für Violine an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Maximilian Hornung

Der gebürtige Augsburger Maximilian Hornung gehört seit Jahren zu den besten Cellisten weltweit und begeistert immer wieder aufs Neue mit seiner großartigen und tiefgehenden Musikalität, seiner Stilsicherheit und der Reife seiner Interpretationen. Er ist Preisträger des ARD Musikwettbewerbs sowie des Deutschen Musikwettbewerbs und seine CD Einspielungen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, wie etwa schon mehrfach den ECHO Klassik. Sowohl als Kammermusikpartner, als auch als Solist genießt er größtes Ansehen und musiziert mit vielen bedeutenden Musikerinnen und Musikern weltweit. Seit 2017 lehrt er als Professor an der Hochschule für Musik und Theater in München.